Ein Abend zwischen Märchen, Klangpoesie und Leidenschaft. Anna Jeger (Violoncello) und Ivan Bašić (Klavier) spielen ein Programm voller Poesie, Zauber und Leidenschaft – eine Reise durch poetische Klangwelten voller Erzählkraft und Emotion.
Robert Schumanns Märchenbilder eröffnen den Abend mit zarten, verträumten Charakterstücken, die wie musikalische Momentaufnahmen aus einer Fantasiewelt wirken – innig, fantasievoll und von unverkennbarer romantischer Wärme. Leoš Janáčeks Pohádka (Märchen) taucht in eine geheimnisvolle, von Sprachrhythmen geprägte Klangsprache ein – fragmentarisch, suchend und voller innerer Spannung. Ein Werk, das die Grenzen zwischen Musik und Erzählung auf einzigartige Weise verwischt. Mit den selten gespielten Trois pièces von Nadia Boulanger erklingt französische Klangraffinesse: fein schattiert, lyrisch und von stiller Intensität. Diese kurzen Stücke sind kleine Juwelen, die zeigen, warum Boulanger zu den bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts zählt. Den leidenschaftlichen Höhepunkt bildet Sergej Rachmaninoffs Cellosonate in g-Moll – ein Werk voller grosser Melodien, virtuoser Dialoge und spätromantischer Klangfülle, das Violoncello und Klavier gleichermassen solistischen Glanz verleiht. Mitreissend, tiefgründig und von überwältigender emotionaler Kraft.
Sonntag, 27. September 2026 Kaffeehaus, St. Gallen