Das siebte Konzert der Reihe Schaffhausen Klassik in der Reformierten Kirche St. Johann widmet sich diesmal dem Tanz. Das Programm reicht von volkmusikalischen Melodien bis zu klassischen Variationen und ungarischen Tänzen.

Dienstag, 30. Juni 2026

Programm:

Wojciech Kilar (1932–2013): «Orawa» für Streichorchester Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893): Rokoko-Variationen A-Dur, op. 33 Johannes Brahms (1833–1897): Serenade Nr. 2 A-Dur, op. 16 Johannes Brahms: Ungarische Tänze, bearbeitet durch Vladimir Kobekin

Bei «Orawa», einem Werk der späten 1980er-Jahre des polnischen Komponisten Wojciech Kilar, steht nicht die motivisch-thematische Entwicklung im Mittelpunkt; vielmehr kleidet der Filmmusikkomponist – die Musik aus Roman Polańskis «Der Pianist» stammt beispielsweise von ihm – volkmusikalische Melodien der Orawa-Region in orchestrale Farbpaletten.

Der Titel von Tschaikowskys op. 33 mag verwirren: Die «Rokoko-Variationen», die er dem Cellisten Wilhelm Fitzenhagen widmete, haben weniger mit einer höfischen, dekorativ aufwendigen Kultur zu tun denn mit Mozart. Auch wenn das Thema nicht wirklich von ihm stammt, ist doch die stilistische Ähnlichkeit zu Tschaikowskys Vorbild nicht zu überhören.

Allerlei Volkstänze werden den Abend abrunden: So setzte Johannes Brahms in seinen 21 Tänzen, die er zunächst für Klavier schrieb, Ungarn als musikalischen Bezugspunkt fest.

Ort: Reformierte Kirche St. Johann, Schaffhausen