Leon Engler liest aus seinem Roman "Botanik des Wahnsinns". Die Geschichte handelt von einem Ich-Erzähler, der trotz einer familiären Vorbelastung mit psychischen Krankheiten als Therapeut in einer Psychiatrie landet. Getrieben von der Angst vor dem eigenen Verstandesverlust, setzt er sich mit der Frage auseinander, was als "normal" und "krank" gilt und wer sich wem anpassen muss.

Das Werk ist leichtfüssig, medizinisch und kulturhistorisch informiert und regt zum Nachdenken an. Es führt durch die Geschichte der Psychiatrie und die persönliche Familiengeschichte des Autors.

Leon Engler, geboren 1989, studierte Theater-, Film-, Medien-, Kulturwissenschaft und Psychologie. Er hat zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele und Kurzgeschichten veröffentlicht und wurde 2022 mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet. Er arbeitet als Autor, Psychologe und Dozent.