Franz Hohler liest aus seinen neuen Kurzerzählungen. Seine Geschichten bevölkern sich mit besonderen Lebewesen, wie einem Vogel, der nur existiert, wenn er nicht gesehen wird, oder einem Walfisch im Tierspital. Er thematisiert die Last der Güterzüge, die Allgegenwart der Kräne bei Nacht und einen eisernen Hund, der klackernd durch die Strassen zieht. Auch Saugbagger, Zwergplaneten, elektrische Zahnbürsten, ein jahrzehntelang nicht ausgeliehenes Buch und eine Katze am Bett eines Sterbenden kommen vor. Der Elektriker, der tunlichst niemals schreien sollte, gibt dem Zyklus seinen Namen.
Franz Hohler wurde 1943 in Biel geboren und lebt heute in Zürich. Er gilt als einer der bedeutendsten Erzähler seines Landes und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Alice-Salomon-Preis und der Johann-Peter-Hebel-Preis. Sein Werk erscheint seit über fünfzig Jahren im Luchterhand Literaturverlag.
Ort: Bücher Lüthy St. Gallen