Andrei Tarkowskis erster Farbfilm ist ein Ausflug ins Science-Fiction-Genre, basierend auf Stanisław Lems Roman. Der Film erzählt vom Psychologen Kris Kelvin, der zum Planeten Solaris beordert wird und dort einer jungen Frau begegnet, die seiner verstorbenen Frau Hari gleicht. Trotz Kelvins Versuchen, sich der Doppelgängerin zu entledigen, kehrt sie immer wieder zurück. Der Film gilt als Tarkowskis zugänglichstes und populärstes Werk und ein Höhepunkt des sowjetischen Genrekinos. Er fängt die Feinheiten moderner Science-Fiction ein, vermischt Zeit und Erinnerung und betont Eleganz und Stil. Die Raumstation ist ein Labyrinth nicht artikulierter Panik und ein Symbol des menschlichen Verstandes. Steven Soderbergh versuchte 2002 eine Hollywood-Variante, die Lem jedoch als "Blödsinn" bezeichnete, da sie sich auf zwischenmenschliche Liebesgeschichten konzentrierte statt auf das Verhältnis der Menschen zum Ozean als nicht-humanoider Intelligenz. Das Kino Cameo zeigt das Original.