Sylvia Sleigh (1916-2010) war eine britische Malerin, deren figuratives Werk sich zwischen London und New York entwickelte. Ihre Porträts stellen traditionelle Codes des Blicks und des Akts in Frage und bieten eine kritische Neuinterpretation der Kunstgeschichte. Die Ausstellung zeigt eine Sammlung ikonischer Werke aus den 1960er und 1970er Jahren, als sie Teil der New Yorker Kunstszene wurde.
Im Rahmen eines neuen Kooperationsformats lädt das Musée d'art et d'histoire (MAH) das Musée d'art moderne et contemporain (MAMCO) ein, das Musée Rath mit einer Ausstellung über Sylvia Sleigh zu bespielen. Diese Einladung leitet eine neuartige Initiative ein, die auf der kuratorischen Freiheit basiert, die dem MAMCO während der Schliessung seines Gebäudes gewährt wird. Dieses Format, das als Raum für Experimente und Kontinuität konzipiert ist, ermöglicht es dem MAMCO, seine Ausser-Haus-Programme fortzusetzen und gleichzeitig einen symbolträchtigen Ort des MAH zu nutzen.