Das Kunstmuseum St.Gallen zeigt die erste Retrospektive des Schweizer Künstlers Urs Frei (1958–2023). Drei Jahre nach seinem Tod wird sein Werk umfassend gewürdigt. Frei zählt zu den bedeutendsten Künstlern seiner Generation und erlangte in den 1990er-Jahren internationale Aufmerksamkeit.
Seine Arbeiten bewegen sich zwischen abstrakter Malerei, Skulptur und Objektkunst. Er verwendete einfache, alltägliche Materialien wie Holz, Metall, Karton und Kunststoff. Im Zentrum seines Schaffens stehen die Auseinandersetzung mit Material, Farbe und Raum, der Prozess des Tätigseins, die Zerbrechlichkeit und das Gleichgewicht.
Die Ausstellung vereint zentrale Werkgruppen aus mehr als vier Jahrzehnten: von den frühen Arbeiten der 1980er-Jahre über die farbintensiven Kissenobjekte und Assemblagen der 1990er-Jahre bis zum malerischen Spätwerk.
Zur Ausstellung erscheint im Herbst 2026 im Verlag Scheidegger & Spiess eine reich illustrierte Publikation, die das künstlerische Werk von Urs Frei dokumentiert und im Kontext der Schweizer und internationalen Gegenwartskunst diskutiert.
Kuratiert von Henna Keski-Mäenpää (Kunstmuseum St.Gallen) und Christoph Schenker (Gastkurator).