Die Ausstellung widmet sich Emil Ferris, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Comiczeichnerinnen. Ihr Werk, gezeichnet mit Kugelschreiber auf liniertes Papier, verbindet zeichnerische Meisterschaft mit einer subjektiven, poetischen Erzählweise.
Das mit Preisen gewürdigte Debüt «Am liebsten mag ich Monster» (2017) spielt im Chicago der 1960er-Jahre und handelt von einem Mädchen, das sich als Werwolf fühlt und versucht, den Tod ihrer Nachbarin aufzuklären. Der zweite Band führt in die 1930er-Jahre und zur Shoah zurück. Ferris verwebt historische Fakten mit Mythen, Kunstgeschichte, Psychologie und Popkultur.
Ihr Stil bricht mit Konventionen durch die Kombination von Tagebuchseiten, Porträts, Anspielungen auf klassische Gemälde und freien Bildfolgen.
Emil Ferris begann ihre Comickarriere mit über 50 Jahren nach einer schweren Erkrankung. Zuvor war sie Illustratorin und Kinderbuchautorin. Heute ist sie auch als freie Künstlerin tätig.
Die erste grosse Einzelausstellung in Europa zeigt Originalseiten aus ihren Graphic Novels, unveröffentlichte Zeichnungen, Objekte und Skizzen. Emil Ferris wird längere Zeit vor Ort sein, Workshops anbieten und Einblicke in ihr künstlerisches Universum geben.
Vernissage: Freitag, 3.7.2026 Pressekonferenz: Donnerstag, 2.7.2026, 11 Uhr