Stadtrundgänge Zürich – Frauengeschichte
sam. 6 juin – dim. 1 nov. 2026
Cette date: sam. 3 oct. 2026
Eine Reihe von geführten Rundgängen durch Zürich, die sich mit der Rolle der Frau in der Stadtgeschichte auseinandersetzen. Jeder Rundgang hat ein eigenes Thema und startet an einem anderen Treffpunkt im öffentlichen Raum.
Die Rundgänge finden an verschiedenen Sonntagen im Jahr 2026 statt. Jeder Rundgang beginnt um 14:00 Uhr und dauert rund 2 Stunden. Die genauen Daten sind in der App einsehbar.
Programmübersicht der einzelnen Rundgänge:
«Frauen zwischen Lust und Zaster» am 5. Juli 2026 Treffpunkt: Lindenhof beim Brunnen. Ein Rundgang durch das ehemalige Chratz-Quartier. Der Alltag von Frauen und die gebaute Stadt: öffentliche Waschplätze, Frauenbadi, erste öffentliche Frauentoilette am Bürkliplatz, Halt bei einem ehemaligen Bordell und einer Gerichtsinstanz, die ledige Mütter verurteilte, sowie die Geschichte einer Frau, die die Zürcher Gesellschaft am grossen Zaster teilhaben wollte.
«Heldinnen der Arbeit» bzw. «Fräulein, zahlen bitte!» am 22. August und 30. August 2026 Treffpunkt Beatenplatz bei den Sitzbänken unter den Bäumen (22.8.) und Werdplatz beim Arbeiterdenkmal (30.8.). 100 Jahre Zürcher Beizengeschichte: Von der Serviertochter bis zur legendären Wirtin, die halböffentliche Welt der Beizen, Speisewirtschaften, Bierhallen, Confiserien, Tanzlokale und Variétés entlang der Vergnügungsmeile zwischen Central und Bellevue.
«Bürgerin und Begine, Kaplan und Konkubine» am 1. November 2026 Treffpunkt: Hechtplatz beim Brunnen. Eine Fussreise durchs Oberdorf des 16. Jahrhunderts: Leben auf engstem Raum, üble Gerüche, laute Nachbarn. Begegnung mit einer Frau, die ihrem Ehemann ein Haus zu Leibgeding vermachte, einem Kaplan, der sich nach der Reformation mit einer Nonne vermählte, einer reichen Bürgerin, einer Reformatorenwitwe und mittellosen Beginen.
«Frauen mit Power» am 3. Oktober 2026 Treffpunkt: Pestalozzi-Wiese beim Globus. Unternehmerinnen des 19. Jahrhunderts: Pionierinnen sozialer Reformen, eigenständige Unternehmerinnen, gesellschaftliche Widerstände und gesetzliche Hürden, Hartnäckigkeit und Netzwerke.
«Und endlich wollen Wir ganz und gar verboten haben…» am 12. September 2026 Treffpunkt: Helmhaus. In Konflikt mit dem Gesetz: Ehebruch im Mittelalter, Hexenvorwürfe, Sittenmandate, zerhauene Männerhosen, Duelle, Kindsmord. Wandel von Rechtsempfinden, Normen und Mentalitäten vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert.
«Tot ist eine erst, wenn sich niemand mehr an sie erinnert» am 27. September 2026 Treffpunkt: Friedhof Sihlfeld A, Aemtlerstrasse 151 (Haupteingang). Berühmte Frauen auf dem Friedhof Sihlfeld: Johanna Spyri, Emilie Lieberherr, die Frauenrechtlerin und erste Schweizer Chemikerin Jeanne Eder-Schwyzer, die Künstlerin Verena Loewensberg. Bedeutende Frauen aus Kunst, Literatur, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft des 19. und 20. Jahrhunderts.
«Von Utopie und Aufbruch» am 6. Juni 2026 Treffpunkt: Coop (Globus-Provisorium) Bahnhofbrücke. 1968, Zürich und die Frauen: Globus-Provisorium, Jugendrevolte, Kapitalismuskritik, autonome Freiräume, neue Frauenbewegung, Protestaktionen gegen patriarchale Strukturen.
«Frauen und Macht» am 21. Juni 2026 Treffpunkt: Münsterhof beim Brunnen. Äbtissinnen, Beginen und die Umwälzungen der Reformation: Die Äbtissinnen des Fraumünsters als Stadtherrinnen, Übergabe der Abtei 1524 durch Katharina von Zimmern, Verlust politischer Mitsprache, Frauenklöster, Beginen, Wandel der Ehe- und Moralvorstellungen.
«Bezichtigt, gefoltert, hingerichtet» am 25. Oktober 2026 Treffpunkt: Helmhaus. Hexereiverfolgung in Zürich: 80 Frauen und 5 Männer zwischen 1487 und 1701 hingerichtet. Ablauf eines Prozesses, Bild der «Hexe» in der Bevölkerung und bei Künstlern, Agatha Studler als einzige hingerichtete Stadtzürcherin.
Jeder Rundgang kostet 30 Fr. pro Person. Bezahlung vor Ort mit Bargeld oder Twint. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre in Begleitung Erwachsener sind gratis. Keine Anmeldung erforderlich, einfach zum Treffpunkt kommen. Die Rundgänge finden bei jedem Wetter statt. Es sind keine speziellen Vorkenntnisse nötig.
Kontakt: frauenstadtrundgangzuerich.ch (Homepage) – für Fragen kann die E-Mail-Adresse auf der Website verwendet werden.