Einmannstück über den schweizerisch-italienischen Maler Antonio Ligabue, verkörpert von Marco Michel. Autor und Regie: Mario Perrotta, Übersetzung: Gabriela Zehnder.
Ligabue, aufgewachsen bei Pflegeeltern, mit 19 nach Italien ausgeschafft, als Dorftrottel verspottet und erst spät als Künstler gefeiert, war getrieben von einer unglaublichen Schaffenskraft. Im Stück taucht Marco Michel in Ligabues Vergangenheit ein und zeichnet live grosse Porträte, die zu Spielpartnern werden. Die Zuschauer werden zu Zeugen eines verkannten Menschen. Das Stück macht Ausgrenzung, Wahnsinn und Isolation unmittelbar erlebbar und leistet einen Beitrag zur Entstigmatisierung psychisch kranker Menschen sowie zur Verständigung über kulturelle, religiöse und soziale Grenzen hinweg.
Ästhetisch und formal innovativ: Auf der Bühne entstehen live Kohlezeichnungen, die zu Kulisse und Mitspielern werden. Weil es keine vierte Wand gibt, wähnt sich das Publikum als aktiver Teil des Geschehens.
Das Stück feierte am 6. November 2014 in der Psychiatrischen Klinik von Pfäfers (Schweiz) seine deutsche Erstaufführung – dort, wo Antonio Ligabue einst selbst Patient war. Mittlerweile gab es über 100 Vorstellungen in sechs Ländern (Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Österreich, Italien, USA). Nach dem Auftritt beim UNITED SOLO Theatre Festival 2018 in New York City erhielt Marco Michel die Auszeichnung „Best International One Man-Show“.
Samstag, 26. September 2026
19.15 Türöffnung, Abendkasse und TheaterBar
Stadthaussaal.ch, Effretikon
Eine Veranstaltung von ApplausHaus, unterstützt durch die Stadt Illnau-Effretikon und die Kulturstelle des Kantons Zürich.