Vier Seminare zum Thema Erzählkunst als lebendiges, universelles Kulturgut. Organisiert durch die Kommission Veranstaltungen der SMG mit Alice Spinnler, Erika Hoffmann, Irène Novak-Lüscher und Nadja von Planta.

Die Reihe richtet sich an Erzählende, die ihr Handwerk reflektieren, vertiefen und weiterentwickeln wollen – mit Fokus auf Selbstverständnis, kulturelle Vielfalt und historische Grundlagen des Erzählens.

Programm

16. Januar 2027: Die Kunst des Erzählens – Vom Märchen zur Neurowissenschaft Interdisziplinäre Reise von der Erzählforschung der Brüder Grimm über psychoanalytische Deutungen bis hin zu modernen neurobiologischen Erkenntnissen. Referent: Dr. rer. medic. Franz Hütter, Neurowissenschaftler, Gevelsberg. Erzählerin: Erika Hoffmann, Zürich.

30. Januar 2027: Erzählen, unsere Profession Selbstverständnis als Erzählende: Welche Rollen nehmen wir ein? Wie gehen wir mit tradierten Sagen- und Märchenstoffen um? Welche Qualitätsstandards leiten uns? Arbeit in Kleingruppen, Erfahrungsaustausch und Feedback-Methoden. Mitbringen eines kurzen Stücks aus dem Repertoire erwünscht.

6. März 2027: Wir erzählen anders, ihr auch! Vergleichende Betrachtung des Erzählens in verschiedenen Kulturen – mit Fokus auf aussereuropäische Völker. Wer erzählt, wie, wo und wann? Wer darf zuhören? Gibt es Tabus? Die Schweizer Erzähltradition wird durch die Teilnehmenden eingebracht.

10. April 2027: Rosmarina e Cola Pesce Reise nach Sizilien, Hotspot der Märchenforschung. Vormittag: Wer erzählt, wie und wo? Im Zentrum stehen Giuseppe Pitrè und Laura Gonzenbach sowie ihre bedeutenden Märchensammlungen. Nachmittag: Wie entstanden diese Sammlungen, wer waren die Erzählerinnen, wie wurde mit dem mündlichen Gut umgegangen und wie wurden die Texte rezipiert?

Ort: Alters- und Pflegeheim Stadtpark Olten, 4600 Olten

Anmeldung und weitere Informationen: maerchengesellschaft.ch