Sonderfall – eine filmische Forschungsreise zur Schweizer Neutralität. Stéphane Goël, 60-jähriger Waadtländer Bauernsohn und erfahrener Regisseur, und Mehdi Atmani, halb so alt, Journalist und Filmneuling, reisen als ungleiches Duo durch die Welt und die Zeit, um dem Mythos der Schweizer Neutralität auf den Grund zu gehen.
Kinok – Cinema in der Lokremise, St. Gallen. Mehrere Spieltermine im Juni 2026 (die genauen Daten zeigt die App an).
Die Reise beginnt am Ort der Schlacht bei Marignano 1515, führt weiter zum Réduit im Zweiten Weltkrieg, trifft auf die Initiant:innen der Neutralitätsinitiative 2024. Stationen sind die Eurosatory-Rüstungsmesse in Paris, der UN-Sicherheitsrat in New York, die koreanische Demarkationslinie und viele weitere Orte. Der Ton ist bald tragikomisch, bald ironisch, der Rhythmus dynamisch.
Michael Sennhauser schreibt in seinem Filmblog: Sonderfall ist eine unterhaltsame Auseinandersetzung mit der Schweiz und ihrem Selbstbild, im Hinblick auf die Abstimmung über die Neutralitätsinitiative im Herbst ein klar positioniertes, aber für alle Seiten instruktives und kurzweiliges Abstimmungsbüchlein. Cineman meint: Der Film bewegt sich elegant zwischen Roadmovie, Dokumentation und philosophischer Selbstbefragung.