Ein Vortrag über die Geschichte der Fasnacht – spannend für Fasnachts-Neulinge und ein Muss für Fasnächtler:innen.
Die Reformierten kennen keine Fastenzeit, daher auch keine Fasnacht. Fastnacht war Heiratstermin und Zinstag. Es entstanden Schaubräuche: turniermässige Kampfspiele, obrigkeitskritische Fastnachtsspiele und Umzüge. Dazu kamen die Fastnachtsfeuer, ein Frühlingsfeuer, das vom Volk in die Fasnacht eingebunden wurde. Im späten Mittelalter wurde der Narr zur zentralen Figur und es entstanden die Fastnachtsspiele. Während eines Fastnachtsspiels im 14. Jahrhundert wurde ein Franziskanermönch verspottet – so alt ist unsere Fastnacht.
Der Fastnachtstermin steht auch im Zusammenhang mit den jährlichen Waffeninspektionen mit anschliessendem Umzug. Jeder Bürger musste in seiner Zunft zu einer Inspektion seiner Waffen antreten, man holte die Fahnen aus den Zeughäusern oder zog mit einem «Süwpanner» durch die Strassen. Melancholie und militärische Disziplin – Fasnacht ist eben beides: Sehnsucht und Lebensfreude, Narrenfreiheit und der Ursprung in den Söldnerzügen.
Der Vortrag lohnt sich für Fastnächtler und Nichtfastnächtler, um etwas über die Hintergründe dieses alten Brauchtums zu erfahren.
Sonntag, 21. Februar 2027
Ort: Baseltor Aussenseite, Solothurn
Veranstalter: Solothurn Stadtführungen