Beate Fricke, Professorin für Kunstgeschichte in Bern, widmet sich in ihrem Buch «Tales Things Tell» einem sakralen Objekt aus dem 13. Jahrhundert aus Norddeutschland – eine Kokosnuss und ein Bergkristall-Parfumflacon fatimidischer Herkunft, die eine erstaunliche kulturelle Reise hinter sich haben. Sie lässt das Objekt selbst sprechen und rekonstruiert die Wege seiner Materialien sowie die Arbeit der Kunsthandwerker. Ihr Zugang zur Kunstgeschichte ist geprägt von einer stark visuellen Wahrnehmung, die mit einer Hörbehinderung seit ihrer Kindheit zusammenhängt. Sie hinterfragt etablierte Lesarten und sucht Bedeutung dort, wo andere oft nicht hinschauen: am Rand der Handschrift.
Klara Germanier bewegt sich als Gitarristin und Klangkünstlerin zwischen improvisierter Musik, experimentellem Sound und Songwriting. Mit einem feinen Gespür für Texturen und Dynamik erkundet sie die Grenzen ihres Instruments – von filigranen Melodien bis zu rohen, verzerrten Klanglandschaften. Sie tritt sowohl solo als auch in diversen Band- und Performanceprojekten auf und arbeitet an interdisziplinären Kollaborationen.
Ort: Peterskapelle, Luzern
Anschliessend Gelegenheit zum Austausch beim Apéro auf dem Kulturhof Hinter Musegg.