Das Theaterstück «Egal» von Marius von Mayenburg thematisiert Geschlechtergerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Erik, ein Übersetzer und Hausmann, versucht seiner zurückgekehrten Frau Simone seinen Alltag zu schildern. Er fühlt sich jedoch nicht an die Herausforderungen heran, denen Simone in ihrem kompetitiven Berufsleben als Ingenieurin im internationalen Motorsport ausgesetzt ist.
Das Stück beleuchtet die Folgen des Ausbruchs aus traditionellen Rollenbildern: Eriks Karriere stagniert, während Simone zwischen Schuldgefühlen und Beförderungshoffnungen zerrissen wird. Es stellt die Frage, ob es einfacher wäre, wenn die Rollen vertauscht wären.
«Egal» ist ein rasantes Wortgefecht, das die Vorstellungen eines idealen Selbst in einer nicht so idealen Gesellschaft hinterfragt und dem Publikum immer wieder neue Ausgangslagen präsentiert.