Workshop gegen die Hoffnungslosigkeit: Utopie als Praxis.

Wie sieht eine Gesundheitsversorgung jenseits von Profitlogik aus? Wie wird Verantwortung über Generationen hinweg gedacht? Wie kann Care-Arbeit kollektiv organisiert werden? Wie werden Land und Wohnraum geteilt? Diese und weitere Fragen behandelt der Workshop der Menschenrechtsaktivistin Noemi Grütter.

Ausgehend von Krisen lernen die Teilnehmenden die spekulative Fabulation kennen, inspiriert von Vordenkerinnen wie Donna Haraway, Octavia Butler, Ruth Levitas und Adrienne Maree Brown. Diese feministische, dekoloniale Methodologie schafft Raum für kollaborative, nicht-hierarchische Wissensproduktion und lädt dazu ein, mit Künstler*innen, Aktivist*innen und alltäglichen Visionär*innen die Welt neu zu denken.

Im Mittelpunkt stehen das gemeinsame Zuhören, Erzählen und Gestalten. Mit Collagen und Soundmitteln werden die politische Vorstellungskraft aktiviert und verschiedene Zukünfte jenseits von patriarchaler Gewalt, weißem Nationalismus, Kapitalismus und Klimakollaps entwickelt.

Die Utopien werden nicht als perfekter Endzustand verstanden, sondern als Praxis – als etwas, das man alltäglich tun kann, um dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit gewappnet entgegenzutreten. Diese Veranstaltung ist Teil des Jahresfokus RAUM.

Ort: Karl der Grosse - Erkerzimmer, Zürich Datum: 10. Oktober 2026